Integration

Mit der 15. und 17. Schulorganisationgesetz-Novelle hat die Bundesregierung 1993 bzw. 1996 die gesetzliche Grundlage für die Möglichkeit der schulischen Integration in der Elementarbildung, Hauptschule und AHS-Unterstufe gelegt.

Behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler

Behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler

Damit nichtbehinderte und behinderte Kinder wirklich gemeinsam lernen können, sind organisatorische und methodisch-didaktische Voraussetzungen sowie entsprechende Rahmenbedingungen notwendig.
So sind in erster Linie die Klassenzusammensetzung, Schülerzahl, zusätzlicher Lehrereinsatz, Differenzierung, neue erweiterte Unterrichtsformen (z.B. selbstgesteuertes Lernen) und didaktische Konzepte bei der Umsetzung wesentlich. Unterschiedliche Organisationsmodelle für ganzheitlichen Unterricht wie z.B. Integrationsklassen, kooperative Klassen und Stützlehrerklassen, die in langjährigen Schulversuchen erprobt wurden, werden derzeit im österreichischen Schulwesen angeboten, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Da die Leistungsunterschiede in einer solchen inhomogenen Gruppe groß sein können, geht es in der Bewegungserziehung um das Problem der optimalen Differenzierung und darüber hinaus um die Ermöglichung gemeinsamer Lernprozesse für Behinderte und Nichtbehinderte in möglichst vielen Bereichen.

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Interkulturelle Aspekte

Eine besondere Bedeutung kommt im Rahmen des Unterrichts für "Bewegung und Sport" der Integration von Schülerinnen und Schülern zu, die anderer ethnischer Herkunft sind bzw. mit anderen kulturellen und religiösen Vorerfahrungen in die Schule kommen.
Hier soll Bewegungserziehung in der Schule einerseits einen Beitrag zum Bewegungslernen leisten, andererseits auch interkulturelles Lernen ermöglichen. Interkulturelles Lernen bedingt aber auch immer ein Verstehen fremdkultureller Orientierungspunkte und eine Reflexion des eigenkulturellen Bezugssystems.

Ein Bewegungsunterricht in der Schule, der diese Aspekte mitberücksichtigt, darf nicht alte Klischees und Vorurteile verstärken, sondern muss so gestaltet sein, dass Situationen geschaffen werden, die zur gemeinsamen Bewältigung, zum gemeinsamen Problemlösen und zu Alternativen führen (wie z.B. Spiele ohne Sieger, Gruppenaufgaben, Synchronturnen, kooperative Spiele, Tänze, gemeinsame Sportwochen, freizeitwertige Angebote).

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