Schulsportbewerbe

Zielsetzungen

Schulwettkämpfe sind ein fester Bestandteil der Bewegungserziehung in Österreich. Sie sollen den außerschulischen Sport ergänzen - vielleicht auch verändern - und organisch aus dem Unterrichtsgeschehen und  der sportlichen Kooperation der Schulen mit Vereinen erwachsen.

Ein Ziel ist es, vielseitige Möglichkeiten des Leistungsvergleichs für begabte und begeisterte Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Andererseits sind die Schulwettkämpfe auch ein Angebot an jene Schülerinnen und Schüler, die bisher nicht den Weg zur sportlichen Betätigung gefunden haben, um sie für den außerschulischen Sport auch in Sportvereinen zu motivieren. Die Teilnahme von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern erfolgt freiwillig.

Die Schule steht nicht außerhalb der Gesellschaft, sie wird vielmehr durch sie geprägt und muss auf ein zukünftiges Leben vorbereiten. In diesem Sinn wird eine Leistungsgesellschaft nicht darauf verzichten können, auch im Bereich der Erziehung den Leistungsgedanken zu bejahen, aber sie wird sich der ambivalenten Wirkung des Leistungsprinzips bewusst sein.

Nach oben

Keine Ausschließlichkeit

Der Wettkampf ist ein Element der Bewegungserziehung, er ist gleichzeitig aber auch nur ein Element, das neben vielen anderen steht und so wie die anderen nicht aus dem Bereich der Bewegungserziehung zu verbannen ist. Das Wettkampfangebot ist die Ergänzung und Erweiterung des lehrplanmäßigen Unterrichts aus "Bewegung und Sport (Leibesübungen)".

Nach oben

Kein Sieg um jeden Preis

Kein Sieg um jeden Preis

Jede Leistung drängt zum Vergleich, zur Konkurrenz und möglicherweise zum Individualismus. Gezügelte Konkurrenz bildet eine unentbehrliche Grundlage für das Gedeihen einer demokratischen Gesellschaft. Daher ist der Fair-play-Gedanke ein durchgehendes pädagogisches Prinzip der Schulsportbewerbe. In diesem Sinne erfüllen die Schulwettkämpfe ganz wesentliche Aufgaben des sozialen Lernens.

Nach oben

Sorgfältige Auswahl und Abstimmung

Sorgfältige Auswahl und Abstimmung

Die Schulwettkämpfe sind so zu gestalten, dass sie sinnvolle Angebote und Herausforderungen bilden, die für die Schülerinnen und Schüler eine sportliche und charakterliche Bewährung darstellen. Eine breite Fächerung von Übungsbereichen, die das Interesse möglichst vieler Schülerinnen und Schüler trifft, und Möglichkeiten zur Selbstbestätigung, zur Meisterung von Situationen sollen angeboten werden. Die Bewerbe müssen auf das jeweilige Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt sein, die Regeln sind notfalls dem Können und der Auffassungsgabe anzupassen.
Die Kooperation mit den Fachverbänden bei der Schaffung von Begleitmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ist heute ein fester Bestandteil des österreichischen Schulsportgeschehens.

Nach oben

Betonung des Mannschaftsgedankens

Betonung des Mannschaftsgedankens

Schulwettkämpfe unterscheiden sich bewusst von den Wettkämpfen der Sportverbände, indem sie auch für Einzelsportarten immer den Mannschaftsgedanken betonen. In der Mannschaft kommt die Leistung aller, das Prinzip der Kooperation zur Geltung.
Daher gilt der Grundsatz: Eine Schulmannschaft besteht aus Schülerinnen und Schülern einer Schule (einer Direktion).

Nach oben

Begegnung - Begeisterung - Bewährung

Begegnung - Begeisterung - Bewährung

Die Teilnahme an Sportbewerben in der Schule soll auf Freiwilligkeit beruhen. Diejenigen, die gern an Wettkämpfen teilnehmen, sollen auch im Rahmen der Schule diese Möglichkeit haben und dabei pädagogisch geführt und betreut werden. Die Chance einer richtigen Führung in dieser stark affektiv geladenen Situation soll sich die Schule nicht entgehen lassen.

Bei der Organisation einer Schulsportveranstaltung bietet sich an, die Schüler-innen und Schüler bei der Durchführung fächerübergreifend einzubinden. Verschiedene Organisationsbereiche wie z.B. Ergebnisauswertung, Rahmenprogramm oder Berichte bieten vielen Unterrichtsgegenständen die Möglichkeit, Schulsportbewerbe praxisbezogen mitzugestalten.

Schulsportbewerbe sollen eine Bereicherung des Schullebens darstellen und eine zusätzliche Begegnungsmöglichkeit schaffen.

Sie sollen einen Beitrag zur Gesundheits- und Sozialerziehung leisten und die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am außerschulischen Sport anregen, sei es aktiv oder in einer Funktion für den Sport: das sportlich Vertretbare, das pädagogisch Richtige und das der Gesundheit Dienliche sowie das finanziell und organisatorisch Machbare sollen die Leitlinien für das Schulsportgeschehen sein.

Nach oben